Pflegepersonal und Pflegekräfte für Zuhause - So geht's

Laut einer Recherche von Statista könnten in Deutschland in zehn Jahren 350.000 Pflegekräfte fehlen. Das ist eine sehr große Zahl, fast so groß wie die Bevölkerung einer ganzen Stadt. Ein Grund dafür ist, dass es immer mehr ältere Menschen gibt, die Hilfe brauchen. Gleichzeitig gibt es weniger Menschen, die arbeiten können und bereit sind, die schweren Aufgaben einer Pflegekraft zu übernehmen.

Pflegekräfte sind Menschen, die anderen helfen, wenn sie sich nicht alleine versorgen können. Diese Arbeit ist sehr wichtig, damit Menschen, die Hilfe brauchen, gut betreut werden. Der Begriff Pflegekräfte umfasst viele verschiedene Berufe. Diese können in drei Berufsgruppen unterteilen werden: Reguläre Pflegeberufe, Helfer und Assistenzberufe und Alternative Hilfen mit Sonderstellung.

Reguläre Pflegeberufe

Altenpfleger betreuen und versorgen ältere Menschen und übernehmen zusätzlich medizinische Aufgaben wie das Verabreichen von Medikamenten und die Wundversorgung. Sie arbeiten zumeist in stationären Pflegeeinrichtungen oder bei einem ambulanten Pflegedienst. Dort gehört es ebenfalls zu ihren Aufgaben, Angehörige anzuleiten und in Grundpflegetechniken zu schulen.

Heilerziehungspfleger kümmern sich um Menschen mit geistigen oder körperlichen Behinderungen und übernehmen ebenfalls medizinisch-pflegerische Aufgaben. Sie fördern die Selbstständigkeit der Betroffenen durch gezielte Betreuung und Trainings.

Haus- und Familienpfleger betreuen Pflegebedürftige und deren Familien zu Hause. Sie erledigen hauswirtschaftliche Aufgaben, betreuen und informieren die Angehörigen und führen pflegerische Maßnahmen nach Rücksprache mit anderen Fachkräften durch.

Helfer und Assistenzberufe

Neben den regulären Pflegeberufen, gibt es mehrere Helfer und Assistenzberufe in der Pflege, die die jeweiligen regulären Pflegekräfte bei ihren Tätigkeiten unterstützen oder diese übernehmen. Altenpflegehelfer kümmern sich um ältere Menschen, die bei der Bewältigung ihres Alltags Hilfe brauchen, egal ob sie gesund oder krank sind. Sie helfen ihnen bei der Körperpflege, unterstützen sie im Alltag, begleiten sie zu Arztterminen und organisieren Freizeitaktivitäten.

Heilerziehungspflegehelfer helfen nicht nur älteren Menschen, sondern auch jüngeren Menschen mit geistigen oder körperlichen Behinderungen. Sie unterstützen sie im täglichen Leben, bei der Körperpflege, bei hauswirtschaftlichen Tätigkeiten wie Saubermachen und Einkaufen, und arbeiten an Erziehungs- und Förderplänen mit.

Fachkräfte für Pflegeassistenz betreuen ebenfalls Menschen jeden Alters, die Hilfe brauchen. Zu ihren Aufgaben gehören das Finanzmanagement, das Einkaufen, die Zubereitung von Mahlzeiten und die Durchführung von hauswirtschaftlichen Tätigkeiten. Sie helfen auch dabei, dass die Menschen so eigenständig wie möglich bleiben.

Sozialassistenten kümmern sich um die hauswirtschaftlichen und sozialen Aspekte der Pflege. Sie unterstützen Menschen jeden Alters, besonders aber ältere Menschen, bei der Körperpflege, der Nahrungszubereitung und bieten Beratungsgespräche zu Betreuungskonzepten an.

Alternative Hilfen mit Sonderstellung

Zusätzlich gibt es Berufe mit einer besonderen Stellung, die in der häuslichen Pflege unerlässlich sind. Hauswirtschafter sorgen für die Sauberkeit und Ordnung im Haushalt der Pflegebedürftigen. Therapeuten führen spezielle Therapien durch, wie Ergotherapie, Logopädie und Physiotherapie. Dies kann sowohl im Rahmen einer stationären Betreuung als auch ambulant oder bei den Patienten zu Hause erfolgen.

Eine Sonderform der häuslichen Betreuung ist die sogenannte 24 Stunden Betreuung. Dabei leben Betreuungspersonen mit den Pflegebedürftigen zusammen in einem Haushalt und kümmern sich um deren tägliche Bedürfnisse, von der Körperpflege bis zur Begleitung im Alltag. Sie halten Kontakt zu Pflegepersonal und Ärzten und sorgen dafür, dass es den Pflegebedürftigen gut geht. Linara bietet hauptsächlich die 24 Stunden Betreuung an und ist ein spezialisierter Anbieter mit langjähriger Erfahrung für diese Betreuungsform.

Was leisten Pflegekräfte in der 24 Stunden Betreuung?

Die sogenannte 24 Stunden Pflege zu Hause ist sehr viel intensiver als die Versorgung durch einen ambulanten Dienst. Diese Pflegekräfte kommen zu den Angehörigen, um rund um die Uhr für einen älteren Menschen da zu sein. Ihre Hauptaufgabe ist die Versorgung und Betreuung des Seniors. Das bedeutet, dass sie bei der Körperpflege, beim Toilettengang und bei der Zubereitung der Mahlzeiten helfen. Sie begleiten den Senior auch bei Spaziergängen und leisten Gesellschaft, was besonders wichtig ist, damit sich der Senior nicht einsam fühlt.

Ein weiterer wichtiger Teil ihrer Arbeit ist die Haushaltsführung. Das bedeutet, dass sie beim Einkaufen, Kochen und Saubermachen der Wohnung helfen. Da die Pflegekräfte jeden Tag viel Zeit mit dem Senior verbringen, entsteht oft schnell ein Vertrauensverhältnis. Die Pflegekraft wird zu einem festen Teil der Familie.

Dennoch sind diese Pflege- oder Betreuungsperson häufig keine ausgebildeten Krankenpfleger und dürfen keine medizinischen Leistungen erbringen, wie zum Beispiel das Verabreichen von Medikamenten oder die Wundversorgung. Wenn eine medizinische Versorgung notwendig ist, muss diese durch ausgebildete Fachkräfte, zumeist von einem ambulanten Pflegedienst, übernommen werden. In der Praxis lässt sich die Unterstützung durch eine 24 Stunden Pflegekraft, die ständig vor Ort ist, und einen ambulanten Pflegedienst, der einige Male pro Woche kommt, um eine medizinische Leistung zu erbringen, gut kombinieren.

Diese Trennung der Aufgaben ist wichtig, um sicherzustellen, dass die Seniorinnen und Senioren die bestmögliche Versorgung erhalten. Die 24-Stunden-Pflegekräfte kümmern sich um den täglichen Bedarf und das Wohlbefinden der Senioren, während die medizinischen Fachkräfte bei Bedarf die notwendige medizinische Pflege leisten.

Wie findet man gute Pflegekräfte oder Betreuungspersonen?

Aufgrund der Vielzahl der Anbieter im Pflegebereich ist es für Interessenten oft schwierig, geeignete Pflegekräfte für sich zu finden. Bevor die Suche beginnt, ist es daher sinnvoll, wenn man sich bereits über das Pflegemodell im Klaren ist, das für die Pflegeperson in Frage kommt: ein ambulanter Pflegedienst, die sogenannte 24 Stunden Betreuung zu Hause oder ein Pflegeheim? Außerdem sollten Pflegebedürftige und Angehörige überlegen, welche Anforderungen sie an das Pflegepersonal stellen. Ambulante Pflegedienste und Sozialstationen beraten zu diesen Themen. Außerdem erleichtern Vermittlungsagenturen wie Linara – Betreuung in häuslicher Gemeinschaft die Suche nach einer privaten sogenannten 24 Stunden Pflegekraft. Die Agentur sucht gemäß den individuellen Anforderungen der Pflegeperson nach passenden Pflegekräften. Aus dieser Vorauswahl kann eine Pflegerin oder ein Pfleger gewählt werden. Entscheiden sich der Pflegebedürftige und seine Angehörigen für eine Kraft, organisiert die Vermittlungsagentur die Anreise und bleibt auch über den gesamten Zeitraum der Pflege Ansprechpartner in allen Belangen.

Eine private Pflegekraft ermöglicht individuelle Betreuung und Pflege im eigenen Heim, wenn die eigene Familie dies nicht leisten kann, und stellt eine attraktive Alternative zum Altersheim dar. Eine osteuropäische Pflegekraft ist dabei sogar meist kostengünstiger als ein Heimplatz und kann mit Hilfe von Vermittlungsagenturen, die mit der Rechtslage vertraut sind und als zuverlässiger Ansprechpartner vor und während der Betreuungszeit zur Seite stehen, unkompliziert engagiert werden.

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Quellen

  • berufenet.de: Altenpflegerin, S. 2 ff.
  • AUBI-plus.de (2017): Pflegeberufe.
  • berufenet.de (2017): Haus- und Familienpfleger/in.
  • https://de.statista.com/infografik/32325/geschaetzte-anzahl-an-fehlenden-pflegekraeften-in-deutschland/