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Bandscheibenvorfall - Symptome und Vorbeugung

Rückenschmerzen gehören zu den meistverbreiteten Beschwerden in Deutschland. Neun von zehn Bundesbürgern haben mindestens einmal im Leben akut mit ihnen zu kämpfen. Die Ursachen können ganz unterschiedlicher Natur sein. Eine von vielen Menschen gefürchtete Erscheinungsform von Rückenschmerzen ist der Bandscheibenvorfall (medizinisch: Prolapsus oder Discusprolapsus).

Bandscheibenvorfall


Symptome und Ursachen eines Bandscheiben- vorfalls

Stechende, ausdauernde Schmerzen entlang der gesamten Wirbelsäule, die in den Kopf, die Beine oder die Arme abstrahlen können, sind die häufigsten Symptome für einen Bandscheibenvorfall. Zu diesem kommt es, wenn einer der Faserringe der 23 Bandscheiben eines Menschen Risse bekommt und der gallertartige Kern sich zu einer sogenannten Protrusion nach außen wölbt. Seltenere Symptome eines Bandscheibenvorfalls sind Kribbel- oder Taubheitsgefühle in Armen oder Beinen. Je nachdem wie schwer die Nerven von einer Protrusion beeinträchtigt sind, kann es sogar zu motorischen Störungen bis hin zu Lähmungserscheinungen kommen.

Einen Bandscheibenvorfall kann man grundsätzlich auch in jungen Jahren erleiden. Allerdings steigt die Wahrscheinlichkeit eines Prolapsus mit zunehmendem Alter, weil die Elastizität der Faserringe immer weiter abnimmt. Neben dem Alter sind vor allem Übergewicht sowie falsches Sitzen, Liegen und Heben mögliche Auslöser eines Bandscheibenvorfalls. In den meisten Fällen – medizinische Gutachten gehen von 80 bis 90 Prozent aus – entsteht ein Bandscheibenvorfall an der Lendenwirbelsäule im unteren Rücken. Sehr viel seltener ist die Halswirbelsäule betroffen. Im Schulter- und Nackenbereich auftretende Schmerzen sind oft "nur" die Folge von Verspannungen.

Bandscheibenvorfall

Diagnose eines Bandscheibenvorfalls

Weil die Symptome eines Bandscheibenvorfalls auch auf einige andere Beschwerden hindeuten, ist die Diagnose nicht ganz einfach. Oftmals ist Medizinern am meisten damit geholfen, wenn Patienten ihre Beschwerden möglichst genau lokalisieren und deren Auswirkungen auf den Organismus präzise in Worte fassen können. Durch anschließendes Ertasten kann ein Mediziner dann umso leichter die Wurzel des Übels finden. Bildgebende Verfahren, wie eine Computertomografie oder ein Magnet-Resonanz-Tomografie, beseitigen letzte Zweifel.


Vorbeugung und Therapie

Wer seine Gelenkkörper elastisch hält, bleibt oft von einem Bandscheibenvorfall verschont. Normalgewichtige, gesunde und aktive Menschen, die sich in einem verantwortungsvollen Maße sportlich betätigen, sorgen für die bestmögliche Prophylaxe.

Bandscheibenvorfall


Kommt es aber doch einmal zu einem Bandscheibenvorfall, steht neben medikamentöser Behandlung oder einer Wärmetherapie vor allem Schonung an. In diesem Fall sind gerade Senioren auf Unterstützung angewiesen. Eine sogenannte 24 Stunden Pflege im eigenen Zuhause kann Betroffenen viele Lasten abnehmen und den Heilungsverlauf durch Überwachung der Medikamenteneinnahme und regelmäßige Wärmeanwendungen vorantreiben.

Eine solche konservative Behandlung schlägt bei vier von fünf Patienten an. Nach einigen Wochen sind sämtliche Symptome meist rückstandslos verschwunden. In diesem Fall ist es empfehlenswert, sich nach Möglichkeit einer Rückenschule anzuschließen. Dort wird die Muskulatur im Rücken behutsam gedehnt und gekräftigt. Zudem erhält man dort nützliche Tipps, wie man im Alltag rückenschonender heben, sitzen und liegen kann. In 20 Prozent der Fälle führt allerdings kein Weg an einer Injektionstherapie oder gar an einer Operation vorbei.