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Altersbedingte Makuladegeneration

Der Verlust des Augenlichts im Alter äußert sich in vielen unterschiedlichen Formen. Mit rund einem Drittel aller diagnostizierten Fälle ist die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) die am weitesten verbreitete Augenkrankheit. Hierunter versteht man das Absterben von Sehzellen im Zentrum der Netzhaut. Gefährdet sich vor allem Menschen ab dem 60. Lebensjahr, wobei Frauen aufgrund der höheren Lebenserwartung statistisch häufiger betroffen sind als Männer.

Formen und Symptome

Die altersbedingte Makuladegeneration tritt in zwei Formen auf. Bei der trockenen Makuladegeneration, auf die 85 bis 90 Prozent der Fälle entfallen, kommt es zu einer schmerzlosen, langsamen Verschlechterung der Sehschärfe im Zentrum des Blickfeldes. Viele Menschen nehmen die Erkrankung zunächst beim Lesen wahr. Mit der Zeit werden allerdings immer mehr alltägliche Tätigkeiten beeinträchtigt. Dieser Prozess kann sich über Jahre oder gar Jahrzehnte erstrecken.

Die seltenere feuchte Makuladegeneration geht aus der trockenen AMD hervor und ist das letzte Stadium der Erkrankung. Sie führt zu einem deutlich schnelleren Verlust der Sehschärfe im zentralen Blickfeld. Ein besonderes Merkmal dieser Krankheitsform ist die verkrümmte Wahrnehmung gerader Linien, was zu einem stark verzerrten Sehen führt. Je weiter die feuchte AMD voranschreitet, desto häufiger nehmen Betroffene im zentralen Blickfeld nur noch einen schwarzen Punkt wahr.

Wie entsteht die Makuladegeneration?

Ablagerungen unter der Netzhaut können zu Störungen in der Pigmentschicht der Netzhaut führen. Mit der Zeit dünnt zunächst die Pigmentschicht aus, ehe sich die Gefäßschicht unter der Netzhaut zurückbildet und die Sehzellen absterben. Die Entstehung der altersbedingten Makuladegeneration hat laut aktuellen medizinischen Erkenntnissen vor allem genetische Gründe. Daneben können starkes Rauchen, Bluthochdruck und eine übermäßige Belastung der Augen durch künstliches Licht oder UV-Licht das Erkrankungsrisiko erhöhen.

Diagnostik

Augenärzte raten zu regelmäßigen Kontrollen ab dem 50. Lebensjahr. Schließlich nehmen auch andere Augenerkrankungen wie der Grüne Star oder der Graue Star mit dem Alter zu. Die AMD lässt sich durch den Amsler-Gitter-Test diagnostizieren, den man zum Selbsttest auch aus dem Internet herunterladen kann. Kommt es beim Betrachten der geraden Linien zu Krümmungen im Blickfeld, liegt eine hohe Erkrankungswahrscheinlichkeit vor.

Therapien

Die AMD lässt sich nach bisherigem Kenntnisstand nicht heilen. Optische oder elektrische Sehhilfen können allerdings das Augenlicht länger konservieren. Zudem gibt es Hinweise, dass bestimmte Vitamin-Spurenelement-Präparate das Voranschreiten verlangsamen können. Bei der feuchten altersbedingten Makuladegeneration dämmen Injektionen von VEGF-Antagonisten ins Augeninnere das Voranschreiten ein. Auch regelmäßige Bewegung und viel frische Kost sollen den Krankheitsverlauf verlangsamen können. Die beste Hilfe für Betroffene ist eine Seniorenbetreuung im eigenen Zuhause, bei der ihnen beschwerliche oder gefährliche Tätigkeiten im Alltag abgenommen werden.

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