Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Ihre Betreuungssituation

Aufgrund der Ausbreitung des neuartigen Corona-Virus in Europa und den Maßnahmen, die zu deren Eindämmung getroffen werden, informieren wir Sie auf dieser Seite über die aktuellen Auswirkungen auf Ihre Betreuungssituation. Da sich die Situation weiterhin dynamisch entwickelt, aktualisieren wir unsere Informationen nach der jeweiligen Sachlage. Darüber hinaus haben wir eine Informationsseite mit sinnvollen Maßnahmen zur Prävention erstellt, die sich sowohl an Familien als auch ihre Betreuungspersonen richtet. Viele der unten zusammengefassten Informationen sowie weitere aktuelle Hinweise finden sich in den Fragen und Antworten zum Coronavirus des Bundesministeriums für Inneres.

Unser oberstes Ziel ist die weitere Gewährleistung einer optimalen Betreuung für Sie. Hierzu stehen wir in ständigem Kontakt mit unseren Partnerunternehmen in Osteuropa und verfolgen die nationale und internationale Entwicklung sehr genau. Wir stehen auch in engem Austausch mit den von uns vermittelten selbstständigen Betreuungspersonen und unterstützen sie bei Gesprächen mit Familien und der weiteren Planung.

Trotz der sich derzeit verschärfenden Situation versuchen wir, die Verfügbarkeit von Betreuungspersonen für Neuanreisen und Wechsel weiterhin aufrecht zu erhalten. Wir bitten um Verständnis, wenn wir im Einzelfall um Kompromissbereitschaft hinsichtlich Deutschkenntnissen, Qualifikationen oder persönlichen Eigenschaften (Alter, Raucher / Nichtraucher, Geschlecht, Führerschein) der Betreuungspersonen bitten.

Häusliche Betreuung ist vergleichsweise sicher

An der Betreuung zu Hause ist meist eine sehr überschaubare Anzahl von Personen involviert. Halten sich alle Beteiligten an die Hygieneempfehlungen und verordneten Schutz-Maßnahmen ist das Infektionsrisiko sowohl für die betreute Person als auch für die Betreuungsperson deutlich geringer als beispielsweise bei einer Pflegesituation in einer stationären Einrichtung wie einem Altersheim.

Ausnahme von der Quarantänepflicht

Unsere Betreuungspersonen üben eine systemrelevante Tätigkeit aus und haben daher das Recht auf Einreise nach Deutschland ohne Quarantäne. Die am 09.11.2020 in Kraft getretenen Landesverordnungen der Bundesländer zu Quarantänemaßnahmen für Ein- und Rückreisende berücksichtigen ausdrücklich sogenannte 24-Stunden-Betreuungskräfte. Alle durch uns vermittelten Betreuungspersonen führen einen schriftlichen Nachweis mit sich, der ihre Zugehörigkeit zur Ausnahmegruppe belegt

Einreise aus Risikogebieten und Corona-Tests

Bei allen Betreuungspersonen prüfen wir grundsätzlich im Vorfeld, ob sie aus einem vom Robert-Koch-Institut definierten Risikogebiet einreisen. Seit Samstag, den 24.10.2020, ist das gesamte Land Polen als Risikogebiet eingestuft, ebenso andere Länder wie Kroatien, Tschechien, Slowakei, Rumänien oder Ungarn gelten ganz oder teilweise als Risikogebiet. In allen Bundesländern gilt, dass jeder aus einem Risikogebiet Einreisende eine Online Reiseanmeldung durchführen muss. Diese Anmeldung ersetzt die bisherigen „Aussteigerkarten“ und wird im Vorfeld von unseren Partnerunternehmen durchgeführt.

Bei Betreuungspersonen, die nicht aus einem Corona-Risikogebiet einreisen, ist von den deutschen Gesundheitsbehörden kein Covid19-Test vorgeschrieben. Sollten Sie zur Sicherheit einen Test wünschen, werden wir dies gerne im Vorfeld mit der Betreuungsperson besprechen. Wir bitten um Verständnis, dass in diesem Fall die Organisation der Testung und die Kosten vollständig von der Familie übernommen werden.

Reisesituation

Der innereuropäische Fernbusverkehr mit bekannten Linien (z.B. Flixbus) ist derzeit leider wieder massiv eingeschränkt, teilweise wurden Verbindungen komplett eingestellt. Um dennoch eine zuverlässige An- und Abreise der Betreuungspersonen zu gewährleisten, müssen wir verschiedene Verkehrsmittel kombinieren und auf regionale Anbieter ausweichen. Wir bitten daher um Verständnis, dass es bei den Anreisen zu „unorthodoxen“ Ankunftszeiten beispielweise in der Nacht oder sehr früh am Morgen kommen kann.

Um planbares und infektionssicheres Reisen für die Betreuungspersonen zu ermöglichen, haben wir und unsere Partner in den letzten Monaten individuelle Lösungen erarbeitet, wie z.B. den Einsatz von eigenen Minibussen. Der Aufbau einer eigenen Logistik und die Einhaltung der unverzichtbaren Infektionsschutzmaßnahmen (Desinfektion der Busse, Gesichtsmasken, Handschuhe etc.) ist mit zusätzlichen Kosten verbunden. In dieser Ausnahmesituation kann es daher leider zu einer Erhöhung der Reisekosten kommen.

Corona-Test vor der Abreise

Es besteht in allen Bundesländern nun eine einheitliche Testpflicht für Personen, die aus Risikogebieten nach Deutschland einreisen. Diese Testung muss entweder bis 48h vor Abreise oder unmittelbar bei/nach Einreise erfolgen.

Wichtig: Das Robert-Koch-Institut akzeptiert neben dem PCR-Test nun auch Antigen-Schnelltests, sofern sie die von der WHO empfohlenen Mindestkriterien erfüllen: (https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Tests.html ).

Bei allen Betreuungspersonen von Linara wird grundsätzlich vor Anreise entweder ein PCR- oder ein anerkannter Antigen-Schnelltest durchgeführt. Die Kosten betragen je nach Test-Methode 40 € bis 120€. Bitte beachten Sie, dass Ihnen diese Kosten in Rechnung gestellt werden.

Lockdown light in Deutschland

Da Ihre Betreuungsperson eine systemrelevante Tätigkeit ausübt, darf sie auch während des sogenannten „Lockdown light“ weiterhin ihre bisherigen Aufgaben ausführen.

Aufgrund der föderalen Struktur Deutschlands und der unterschiedlichen Ausprägung des Infektionsgeschehens können in den einzelnen Bundesländern abweichende und regional begrenzte Maßnahmen (z.B. Schließungen von Geschäften und Schulen) getroffen werden. Bitte informieren Sie sich in Ihrer Region über die geltenden Verordnungen. Eine Übersicht über die Maßnahmen der einzelnen Bundesländer finden Sie hier: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus.html

Bitte stellen Sie Ihrer Betreuungsperson eine Mund-Nasen-Schutzmaske zur Verfügung und informieren Sie sie darüber, dass bei fehlender Maske ein Bußgeld verhängt werden kann.

Wichtiger Hinweis: Ihre Betreuungsperson sollte bei Gängen außer Haus ihren Personalausweis mit sich führen sowie die Arbeitsbescheinigung für eine systemrelevante Tätigkeit, die sie von unserem jeweiligen Partnerunternehmen erhalten hat.

Bitte bedenken Sie, dass sich auch die Betreuerinnen und Betreuern angesichts dieser Pandemie Sorgen machen, zudem sie von ihren Familien in der Heimat getrennt sind. Unsere bisherigen Erfahrungen zeigen, dass Sie als Angehörige von den Betreuungspersonen als Experten-Stimme angesehen werden und Ihr besonnenes und verlässliches Handeln einen großen Einfluss hat.

Sie können sich mit allen Fragen und Anliegen jederzeit an Ihre persönlichen Ansprechpartner bei Linara wenden. Bei speziellen Fragen zu Hygiene- und Verhaltensregeln steht Ihnen gerne unsere Qualitätsbeauftragte Frau Theresa Riedl unter der Telefonnummer 030/ 627 39 67 - 29 zur Verfügung.

Theresa Riedl
Qualitätsbeauftragte

Telefon: +49 30 627 39 67 - 29