Wenn die Pflege innerhalb der Familie organisiert wird
Die Familienpflege ist wohl die intensivste und individuellste Form der Altenbetreuung. Bei den Angehörigen fühlen sich Senioren meist am besten aufgehoben und versorgt. Leider ist es vielen Berufstätigen heute nicht mehr möglich, selber die Pflege von Verwandten zu übernehmen. Das Altersheim scheint in diesen Fällen zunächst die beste Lösung zu sein. Es gibt jedoch Alternativen, die der Familienpflege sehr nahe kommen und eine Betreuung im eigenen Zuhause ermöglichen.
Formen der privaten Pflege

Ist es den Familienangehörigen nicht uneingeschränkt möglich einen Verwandten zu pflegen, kann unterstützend ein ambulanter Pflegedienst oder eine 24-Stunden Privatpflege eingesetzt werden. Während der ambulante Dienst lediglich Hausbesuche durchführt und die Grundversorgung der zu pflegenden Person absichert, zieht eine 24-Stunden Privatpflege mit im Haushalt ein: Sie ist rund um die Uhr vor Ort, gewährleistet auch nächtliche Betreuung und kann so eine umfassende Versorgung leisten. Welche Form der privaten Pflege am geeignetsten ist, hängt zum Einen von der Pflegebedürftigkeit und zum Anderen von den Bedürfnissen der Person ab. Hier sollte im Vorfeld überlegt werden, in wie weit Familienpflege möglich ist bzw. welches Maß an zusätzlicher Unterstützung benötigt wird.
Was leistet eine 24-Stunden Privatpflege?
Der Privat Pfleger bzw. die Privat Pflegerin kümmert sich um die Grundpflege sowie hauswirtschaftliche Erledigungen des Seniors. Dazu zählen beispielweise die Hilfe bei der Morgentoilette, An- und Umkleiden, das Zubereiten der Mahlzeiten, Putzen und Waschen. Die Pflegekraft passt sich dabei dem Tagesablauf des Seniors an, so dass Betreuung und Pflege sehr individuell und auf seine Bedürfnisse abgestimmt verlaufen können. Ebenso begleiten private Pflegekräfte zu Terminen oder Freizeitveranstaltungen, falls dies gewünscht wird.

Durch das Zusammenleben und den täglichen Umgang miteinander lernt die Pflegekraft den Senior schnell kennen, ist Ansprechpartner für ihn und nimmt einen festen Platz in der Familie ein. Da 24-Stunden Privatpflege ein sehr intensiver und einnehmender Beruf ist, verlässt der Pfleger nach einigen Monaten den Haushalt und wird durch eine andere Kraft vertreten. Im Idealfall wechseln sich diese zwei Personen mit der Pflege ab; so müssen sich Pflegebedürftige und Angehörige nur an wenige neue Gesichter gewöhnen, ein Vertrauensverhältnis wird leichter aufgebaut.
Was kostet die 24-Stunden-Privatpflege
Die private Pflege ist ein sehr intensiver Beruf und will in Deutschland entsprechend bezahlt werden. Viele Familien suchen deshalb nach ausländischen Pflegern. Osteuropäische Kräfte sind dabei sehr beliebt, weil ihre Leistung durch das dort herrschende geringere Lohnniveau für viele erschwinglich ist und die Kräfte meist schon viel Pflegeerfahrung mitbringen. Eine Pflegehilfe aus Osteuropa kostet in etwa 1900 bis 2200 Euro monatlich, was im Vergleich oft günstiger als ein Pflegeheimplatz ist. Zusätzlich kann die Finanzierung durch den Staat und die Pflegekasse unterstützt werden: Abhängig von der Pflegestufe erhält der Pflegebedürftige zwischen 235 und 700 Euro. Darüber hinaus sind weitere Zuschüsse und Steuererleichterungen möglich.
Vermittlungsagenturen wie Linara – Pflege daheim arbeiten mit Unternehmen im osteuropäischen Ausland zusammen und organisieren geeignete Pflegekräfte für Senioren, deren An- und Abreise und begleiten die Familie während des gesamten Pflegezeitraums. Das Entsendegesetz ermöglicht den ausländischen Kräften zeitweise in Deutschland zu arbeiten, dabei sind sie weiterhin in Unternehmen ihres Heimatlandes angestellt und zahlen dort auch Steuern und sonstige Abgaben.

Private Pflege durch eine 24-Stunden-Kraft bietet zahlreiche Vorteile: Sie ermöglicht dem Senior eine liebevolle Versorgung in seinem eigenen Zuhause, wenn Angehörige Pflege nicht in Frage kommt. Der Umzug in ein Pflegeheim bleibt ihm erspart. Angehörige werden durch den privaten Pfleger entlastet und können wieder unbesorgt ihrer Berufstätigkeit nachgehen, denn sie wissen den geliebten Verwandten gut betreut. Weiterhin werden Tagesablauf, Haushaltstätigkeiten sowie freie Zeiten bzw. freie Tage ganz individuell mit der Betreuungskraft geregelt – so fühlt sich die 24-Stunden-Betreuung fast wie Familienpflege an!
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