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Das Modell der Verhinderungspflege erklärt

Wer die Pflege eines Angehörigen privat übernimmt, muss sein eigenes Leben oft einschränken. Je höher der Pflegebedarf, desto zeitaufwändiger und intensiver ist die Belastung für den Pflegenden.  Um der pflegenden Person auch mal eine Auszeit zu gönnen, gewährt die Pflegekasse die sogenannte Verhinderungspflege.

Was ist Verhinderungspflege und wann kann man sie beantragen?

Der Pflegende kann die Verhinderungspflege (auch Ersatzpflege) beantragen, wenn er die Versorgung des Bedürftigen für einen gewissen Zeitraum nicht übernehmen kann. Gründe hierfür sind beispielsweise Abwesenheit durch Termine, Erholungsurlaub oder Krankheit. Verhinderungspflege kann auch stundenweise in Anspruch genommen werden, z.B. wenn der Pfleger abends ausgehen möchte. Die Pflegekasse gewährt in diesen Fällen Verhinderungspflegegeld und erstattet somit die Kosten, die für eine Ersatzpflegekraft anfallen.

Verhinderungspflege

Der Antrag Verhinderungspflege ist bei der Kranken- bzw. Pflegekasse von der pflegenden Person zu stellen. Voraussetzung für die Bewilligung ist, dass der Pflegende die betreffende Person bereits mindestens 6 Monate versorgt haben muss. Die Pflegeversicherung übernimmt dann die Verhinderungspflege in Form einer Ersatzpflegekraft für maximal 6 Wochen im Jahr im Wert von bis zu 2.418 € (Grundbetrag 1.612 € zuzüglich max. 806 € aus der Kurzzeitpflege).

Wer kann die Verhinderungspflege leisten?

Ist die eigentliche Pflegeperson abwesend oder verhindert, kann eine Ersatzkraft im betreffenden Zeitraum die Pflege übernehmen. Sie kann von einem ambulanten Pflegedienst abgestellt sein oder auch durch eine professionelle Vermittlungsagentur für sogenannte 24 Stunden Betreuungspersonen wie Linara – Betreuung zu Hause organisiert werden. Während der ambulante Dienst seine Pflegeleistungen nur stundenweise erbringt und danach wieder abfährt, stehen sogenannte 24 Stunden Betreuer den gesamten Tag zur Verfügung. Dadurch haben sie die Zeit, dem Pflegebedürftigen neben der Grundpflege auch eine umfassende Betreuung zuteilwerden zu lassen. Da die Betreuungsperson ein Zimmer im Haushalt des Pflegebedürftigen bezieht, ist sie auch nachts in Bereitschaft.

Wird die Verhinderungspflege durch eine Person geleistet, die bis zum 2. Grad mit dem Pflegebedürftigen verwandt oder verschwägert ist oder mit in dessen Haushalt lebt, beschränkt sich die Unterstützung auf das Pflegegeld, das der Person laut Pflegestufe zusteht. Entsteht ein höherer Kostenaufwand (z.B. durch Fahrtkosten), kann dieser jedoch bei der Pflegekasse eingereicht und erstattet werden. Um die Aufwendungen für solche ehrenamtlichen Pflegepersonen belegen zu können, empfehlen sich Verträge, in denen eine angemessene Vergütung für die Verhinderungspflege vereinbart wird.