Wie unser Unternehmen entstand: Der Gründer berichtet
Es begann damit, dass ich unerwartet die Verantwortung für die Pflege und Betreuung meiner 99-jährigen Großmutter übernehmen musste, da ihr mittlerweile pensionierter 70-jähriger Sohn diese Aufgabe nicht mehr erfüllen konnte. Doch nun stand ich vor einem Problem:
Meine Großmutter war lange Jahre wie eine Mutter für mich, von ihr habe ich das Schreiben und Fahrradfahren gelernt. Ich konnte und wollte sie nicht gegen ihren Willen in ein Altersheim abschieben. Daher versuchte ich mich selbst um sie zu kümmern, doch schnell wurde mir klar, dass dies neben Beruf und Privatem schlichtweg unmöglich war. Ich hätte täglich mehrere Stunden für Körperpflege, An- und Ausziehen, Essenzubereiten und Anreichen aufbringen und auch nachts für mehrere halbstündige Toilettengänge bereit sein müssen. Zusätzlich mussten auch noch Arzttermine und Krankengymnastik koordiniert und laufend jede Menge Formalitäten mit Krankenkassen, Pflegekassen und Behörden erledigt werden. Aber welche Alternative hatte ich noch?
Auf der Suche nach Hilfe fand ich im Internet mehrere Agenturen, die Pflegekräfte für eine häusliche 24 Stunden Pflege vermitteln: So hätte meine Großmutter zu Hause, in meiner unmittelbaren Nähe, bleiben können. Nach Telefonaten und Schriftwechseln mit einem halben Dutzend dieser Agenturen entschied ich mich für die in meinen Augen seriöseste. Doch ich sollte bitter enttäuscht werden.
Die Pflegekraft aus Osteuropa, die mir mit guten Deutschkenntnissen angekündigt wurde, sprach nicht ein einziges Wort Deutsch. Da es nicht möglich war, ihr die Essgewohnheiten, geschweige denn die Medikamenteneinnahme meiner Großmutter zu erklären, musste ich sie wieder nach Hause schicken. Dazu kam, dass der Vertrag, den ich mit der Agentur schloss, einer Prüfung durch meinen Rechtsanwalt nicht stand hielt. Etwa die Hälfte der Paragraphen war rechtswidrig.
Die Ersatzpflegekraft, die mir geschickt wurde, war hingehen ein Glücksgriff. Die Verständigung funktionierte problemlos und die grenzenlose Fürsorge und Warmherzigkeit, mit der sie sich um meine Großmutter kümmerte, beeindruckten mich tief. Meine Großmutter, die sonst Schwierigkeiten mit anderen Menschen hatte, schloss sie schnell ins Herz und blühte richtig auf.
Das Problem blieb jedoch die Vermittlungsagentur:
Das Geld, das ich der Agentur überwies, benötigte ganze sechs Wochen und zwei erboste Anrufe von mir, bis es endlich bei der Pflegekraft ankam. Die Rechnungen der Agentur enthielten keine Steuernummer, so dass mein Rechtsanwalt mir riet, sie nicht zu begleichen. Ferner war die Agentur überhaupt nicht inkassoberechtigt, behauptete dies aber.
Auf meine Beschwerden wurde gar nicht erst eingegangen. Die Zustände waren katastrophal. Als ich nach einer neuen Agentur suchte, gewann ich nach einigen Nachforschungen den Eindruck, dass die Zustände bei alternativen Vermittlern in der überwiegenden Zahl der Fälle ähnlich waren. Manche antworteten tatsächlich erst nach 4 Wochen auf meine Anfrage.
Zusammen mit einem Freund recherchierte ich selbstständig legale Möglichkeiten, eine Pflegekraft für die 24 Stunden Pflege zu beschäftigen. Ich begab mich selbst auf die Suche. Ich sprach mit früheren Studienkollegen, Beratungsstellen, Behörden und Rechtsanwälten. Nach drei Monaten hatten wir ein Konzept erarbeitet, wie die Betreuung durch osteuropäische Pflegekräfte legal und professionell ablaufen kann. Ich suchte nach einer Lösung sowohl für meine Großmutter, als auch für andere, die vor dieselben Probleme gestellt wurden wie ich und ihre Angehörigen nicht ins Altersheim schicken wollten. Ich kenne nun alle Probleme, auf die man als Angehöriger stößt und die einen am Anfang Stunden und Tage kosten, bis man eine tragfähige Lösung für sie hat.
Als studierter Diplom-Kaufmann entschied ich mich dieses Paket von Lösungen auch anderen Angehörigen pflegebedürftiger Menschen, die in einer ähnlichen Situation sind wie ich es war, zugänglich zu machen.
Unser Ziel: Ältere Menschen sollen in ihrem Zuhause alt werden können, ohne dass dafür ein oder mehrere Familienmitglieder der jüngeren Generation ihr eigenes Leben nahezu vollständig aufgeben müssen – und das zu einem für die meisten Familien finanzierbaren Preis. Den Familienangehörigen soll die Möglichkeit gegeben werden, Zeit mit den pflegebedürftigen Menschen zu verbringen und zwar nicht nur beim Waschen, Füttern oder beim Toilettengang.
Denn nur, wenn für dies alles gesorgt ist, kann man mit dem älteren Angehörigen das tun, was beiden Freude bereitet, ob dies nun Fernsehabende, Kirchenbesuche, Kartenspiele oder andere Dinge sein mögen, die die Älteren und die Jüngeren gern zusammen tun. Die Zeit für diese schönen Dinge kann man sich als Angehöriger aber nur dann nehmen, wenn man weiß, dass alles Andere verlässlich erledigt wird und dass der pflegebedürftige Mensch fürsorglich und liebevoll betreut wird, wenn man nicht im Haus ist.
Meine Großmutter war lange Jahre wie eine Mutter für mich, von ihr habe ich das Schreiben und Fahrradfahren gelernt. Ich konnte und wollte sie nicht gegen ihren Willen in ein Altersheim abschieben. Daher versuchte ich mich selbst um sie zu kümmern, doch schnell wurde mir klar, dass dies neben Beruf und Privatem schlichtweg unmöglich war. Ich hätte täglich mehrere Stunden für Körperpflege, An- und Ausziehen, Essenzubereiten und Anreichen aufbringen und auch nachts für mehrere halbstündige Toilettengänge bereit sein müssen. Zusätzlich mussten auch noch Arzttermine und Krankengymnastik koordiniert und laufend jede Menge Formalitäten mit Krankenkassen, Pflegekassen und Behörden erledigt werden. Aber welche Alternative hatte ich noch?
Auf der Suche nach Hilfe fand ich im Internet mehrere Agenturen, die Pflegekräfte für eine häusliche 24 Stunden Pflege vermitteln: So hätte meine Großmutter zu Hause, in meiner unmittelbaren Nähe, bleiben können. Nach Telefonaten und Schriftwechseln mit einem halben Dutzend dieser Agenturen entschied ich mich für die in meinen Augen seriöseste. Doch ich sollte bitter enttäuscht werden.
Die Pflegekraft aus Osteuropa, die mir mit guten Deutschkenntnissen angekündigt wurde, sprach nicht ein einziges Wort Deutsch. Da es nicht möglich war, ihr die Essgewohnheiten, geschweige denn die Medikamenteneinnahme meiner Großmutter zu erklären, musste ich sie wieder nach Hause schicken. Dazu kam, dass der Vertrag, den ich mit der Agentur schloss, einer Prüfung durch meinen Rechtsanwalt nicht stand hielt. Etwa die Hälfte der Paragraphen war rechtswidrig.
Die Ersatzpflegekraft, die mir geschickt wurde, war hingehen ein Glücksgriff. Die Verständigung funktionierte problemlos und die grenzenlose Fürsorge und Warmherzigkeit, mit der sie sich um meine Großmutter kümmerte, beeindruckten mich tief. Meine Großmutter, die sonst Schwierigkeiten mit anderen Menschen hatte, schloss sie schnell ins Herz und blühte richtig auf.
Das Problem blieb jedoch die Vermittlungsagentur:
Das Geld, das ich der Agentur überwies, benötigte ganze sechs Wochen und zwei erboste Anrufe von mir, bis es endlich bei der Pflegekraft ankam. Die Rechnungen der Agentur enthielten keine Steuernummer, so dass mein Rechtsanwalt mir riet, sie nicht zu begleichen. Ferner war die Agentur überhaupt nicht inkassoberechtigt, behauptete dies aber.
Auf meine Beschwerden wurde gar nicht erst eingegangen. Die Zustände waren katastrophal. Als ich nach einer neuen Agentur suchte, gewann ich nach einigen Nachforschungen den Eindruck, dass die Zustände bei alternativen Vermittlern in der überwiegenden Zahl der Fälle ähnlich waren. Manche antworteten tatsächlich erst nach 4 Wochen auf meine Anfrage.
Zusammen mit einem Freund recherchierte ich selbstständig legale Möglichkeiten, eine Pflegekraft für die 24 Stunden Pflege zu beschäftigen. Ich begab mich selbst auf die Suche. Ich sprach mit früheren Studienkollegen, Beratungsstellen, Behörden und Rechtsanwälten. Nach drei Monaten hatten wir ein Konzept erarbeitet, wie die Betreuung durch osteuropäische Pflegekräfte legal und professionell ablaufen kann. Ich suchte nach einer Lösung sowohl für meine Großmutter, als auch für andere, die vor dieselben Probleme gestellt wurden wie ich und ihre Angehörigen nicht ins Altersheim schicken wollten. Ich kenne nun alle Probleme, auf die man als Angehöriger stößt und die einen am Anfang Stunden und Tage kosten, bis man eine tragfähige Lösung für sie hat.
Als studierter Diplom-Kaufmann entschied ich mich dieses Paket von Lösungen auch anderen Angehörigen pflegebedürftiger Menschen, die in einer ähnlichen Situation sind wie ich es war, zugänglich zu machen.
Unser Ziel: Ältere Menschen sollen in ihrem Zuhause alt werden können, ohne dass dafür ein oder mehrere Familienmitglieder der jüngeren Generation ihr eigenes Leben nahezu vollständig aufgeben müssen – und das zu einem für die meisten Familien finanzierbaren Preis. Den Familienangehörigen soll die Möglichkeit gegeben werden, Zeit mit den pflegebedürftigen Menschen zu verbringen und zwar nicht nur beim Waschen, Füttern oder beim Toilettengang.
Denn nur, wenn für dies alles gesorgt ist, kann man mit dem älteren Angehörigen das tun, was beiden Freude bereitet, ob dies nun Fernsehabende, Kirchenbesuche, Kartenspiele oder andere Dinge sein mögen, die die Älteren und die Jüngeren gern zusammen tun. Die Zeit für diese schönen Dinge kann man sich als Angehöriger aber nur dann nehmen, wenn man weiß, dass alles Andere verlässlich erledigt wird und dass der pflegebedürftige Mensch fürsorglich und liebevoll betreut wird, wenn man nicht im Haus ist.
Prof. Dr. Arne Petermann
(Gründer der Linara GmbH)